Nützliche Linux-Commands

Das Arbeiten in der Konsole ermöglicht unter Linux effizientes Verwalten des Systems und erspart manches Klick-Abenteuer. Manche Funktion sind sogar erst durch die Konsole verfügbar. Darum hier eine thematisch sortierte Auflistung nützlicher Befehle für die Linux Shell. Befehle werden in Typewriter dargestellt und spezielle Dateien in kursiv.
Referenz und Quellen: Ubuntu-Wiki, man pages. Die Sortierung ist in Anlehnung an die Befehlsübersicht aus dem Ubuntu-Wiki.

Power Tools

ls list Listest den Inhalt des aktuellen oder eines gewählten Verzeichnisses auf
ll ls -aLF Wie ls, nur mit Optionen durch Bash Aliases
cat print file Gibt Datei in Konsole aus
tail tail of file Gibt die letzten Zeilen einer Datei aus
less file viewer Stellt Textdateien dar, Suchen mit /Suchbegriff
vim editor vim halt 😉
top top tasks Gibt die laufenden Prozesse nach %CPU mit Aktualisierung aus, zahlreiche integrierte Funktionen wie auch kill
free free Mem Listet die Auslastung des RAMs auf, hierbei ist -/+ buffers/cache entscheidend, -h liefert in MB
pgrep process grep Gibt Prozess-ID (PID) für Suchbegriff aus, mit -l auch vollständigen Namen der gefundenen Prozesse
kill kill Beenden Prozess nach PID, wobei -15 TERM und -9 KILL ausführt
| pipe Leitet die Ausgabe um, häufig mit grep
grep grep Greift Suchbegriff heraus, nützlich zur Suche: cat DATEI | grep SUCHEBEGRIFF | less
crontab crontabs Verwaltet die crontabs, Auflistung mit -l, Editierung mit -e

Jobs

service services Steuert Dienste (früher /etc/init.d/), –status-all listet alle
pstree process tree Gibt laufende Prozesse in Baumstruktur aus
jobs jobs Gibt die laufenden Jobs der Shell aus
& job in background Startet den davor aufgeführten Befehl als Job im Hintergrund
Ctrl+Z sent to background Schickt die laufende Anwendung in der Konsole in den Hintergrund
fg foreground Holt den Prozess mit Nummer %ZAHL in den Vordergrund
nohup no hup Wie &, jedoch wird die Ausgabe an nohup.out geschickt
disown disown Löst Prozesse die bereits im Hintergrund sind von der Konsole, also ein nachträgliches nohup

Verzeichnis

df disc free Gibt die Festplattenauslastung aus, mit -h auch in lesbaren Einheiten
cd change directory Wechselt in Verzeichnis, wobei .. in das darüberliegende Verzeichnis wechselt
pwd print name directory Gibt aktuelles Verzeichnis aus
mkdir make directory Erstellt Verzeichnis, auch mehrere gleichzeitig
rm remove Löscht, [-r] schließt Unterverzeichnisse ein – watch out!
rmdir remove directory Löscht leere Verzeichnisse
mv move Verschiebt Dateien und Verzeichnisse
cp copy Kopiert Dateien und Verzeichnisse
ln -s link (soft) Erstellt softlink, -s entspricht der üblichen (weichen) Verknüpfung
locate locate file Sucht nach Datei in der Datenbank (updatedb) und gibt Ort aus
find find file Falls keine Datenbank vorhanden, Benutzung: find /SUCHVERZEICHNIS -name DATEI

Rechte

users print user Gibt den aktuellen Benutzer mit Gruppe aus
groups print groups Listet die Gruppen des aktuellen Benutzers auf
adduser add user Benutzer hinzufügen: user group
addgroup add group Erzeugt Gruppe
/etc/passwd password folder Enthält alle Benutzer mit Gruppe und Rechten, /bin/false für Benutzer ohne Login (z.B. mail)

Module

modprobe add modules Lädt Module in den Kernel, bzw. entfernt sie mit -r
lsmod list modules Listet alle derzeit verwendeten Module im Kernel auf
modinfo module info Gibt Information über ein spezielles Modul, z.B. Parameter
dmesg kernel ring buffer Gibt die Kernel Ausgabe aus, praktisch mit | tail

Netzwerk

ping ping Pingt mit -b Host oder IP an
telnet telnet Interface für das TELNET-Protokoll, praktisch z.B. zum Testen des Mail-Servers
nmap network exploration Portscanner, z.B. TCP mit -sT -p PORT

 

Stand: 19. Juli 2011

 

 

2 Responses to Commands

  1. Tobi sagt:

    Ausschneiden, kopieren und einfügen von Dateien fehlt noch 🙂

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